Die 7 Erfolgsprinzipien Ihrer Entscheidungen

image Zweifeln Sie manchmal an Ihren Fähigkeiten als Entscheider?

Das sollten Sie nicht! Das Ent­schei­den an sich, ist eine Fähig­keit, die die Natur uns geschenkt hat. Wir treffen täglich bis zu 20.000 Entscheidungen, ohne dass wir viel Aufhebens darum machen. Jeder kann es also. Nur ist nicht jeder nachher mit den Ergebnissen zufrieden.

Dafür gibt es Gründe. Die Qualität meiner Entscheidung hängt davon ab, wie gut ich sie organisiere. Und hier liegt der Hund begraben.

Denn damit ich eine gute Entscheidung treffen kann, muss ich be­stimm­te Voraussetzungen erfüllen.

Diese Voraussetzungen sind kein Hexenwerk. Aber die meisten sind sich ihrer nicht bewusst.

1. Ich muss das Warum kennen.

Jeder von uns hat eine Mission – einen Auftrag vom Markt. Er beruht auf den Aspekten, die uns besonders auszeichnen. Schauen wir in unserem Leben zurück, finden wir den roten Faden, der sich wie ein immer wiederkehrendes Thema hindurch zieht. Bei mir war es das Thema Freiheit. Ich haben meinen Mitmenschen immer wieder geholfen, ihre Handlungsfreiheit zu gewinnen und zu nutzen. Meine Mission lautet daher:”… Ich bin ein Befreier. Ich befreie mich und andere durch gute Entscheidungen …”. Anderen nennen die Mission auch Leitbild oder Leitgedanke. Auch Unternehmen haben das. Ob es gelebt wird, hängt allerdings von der jeweiligen Un­ter­neh­mens­füh­rung ab.

2. Ich muss wissen, wo ich herauskommen will

Entscheidungen geben meinem Handeln eine Richtung. Jede Ent­schei­dung bringt mich irgendwo hin. Wenn ich vorher weiß, wo das sein wird, ist das hilfreich. 🙂 Daher sollten wir als Entscheider ein ganz­heit­li­ches Bild von unserer weiter entfernten Zukunft haben. Ich nenne das eine Vision. Die Vision ist die Summe aller meiner Ziele und stellt quasi eine Momentaufnahme dar, wo ich in zehn Jahren stehen werde.

3. Ich muss ein Ziel haben

Die Vision ist das ganzheitliche Bild in der weiter entfernten Zukunft. Meine Ziele  definieren den Weg dorthin. Daher sage ich auch immer: Der Weg zu meiner Vision ist mit meinen Zielen gepflastert. Jede Entscheidung hat eines oder mehrere Ziele, die sich an der Vision orientieren. Das jeweilige Ziel muss übrigens nicht unbedingt groß und bedeutsam sein. Wenn ich im Rahmen meiner ganzheitlichen Vision einen sehr gesunden und fitten Kai-Jürgen Lietz sehe, dann ist mein Ziel auf diesem Weg beispielsweise ein reduziertes Gewicht von 86 Kg bei 1,86 m Größe. Mit diesem Ziel treffe ich dann meine Ent­schei­dun­gen über meine täglichen Mahlzeiten. Die Bedeutung einer einzelnen Mahlzeit ist vermutlich klein. Wenn ich aber meine Ziele erreichen will und letztlich meine Vision in die Tat umsetzen will, kommt es genau auf diese kleinen Entscheidungen an.

4. Ich muss mir Entscheidungsklarheit erarbeiten

Ich muss so genau wie möglich wissen, was ich in einer Entscheidungssituation will. Das nenne ich Entscheidungsklarheit. Mission, Vision und Ziele sind ein Teil davon. Allerdings hat jede Situation ihren Kontext. Wenn ich beispielsweisein meiner Vision Unternehmer bin und 50 Mitarbeiter habe, sollte ich es auch berücksichtigen, wenn die  wirtschaftliche Situation schwierig ist. Viel­leicht muss ich sogar Mitarbeiter abbauen, um mein Unternehmen zu bewahren. Langfristig will ich also Mitarbeiter aufbauen, während mir die Situation diktiert, genau das Gegenteil zu machen. Das ist jedoch kein Widerspruch. Denn wenn das Unternehmen die Krise nicht überlebt, brauchen wir uns um die Vision keine Gedanken mehr zu machen.

5. Ich brauche attraktive Alternativen

Alternativen sind der Stoff, aus dem Entscheidungen sind. Attraktiv sind Alternativen dann, wenn sie meinem Bedarf entsprechen. Viele Entscheider empfinden genau hier die meiste Unfreiheit. Denn oft klafft ein großes Loch zwischen dem eigenen Bedarf und den Alternativen, über die sie entscheiden sollen. Wenn das so ist, müssen sie neue Alternativen schaffen. Hier gibt es oft eine Denkblockade. Denn manch einer sieht keine gute Alternativen und schließt daraus, dass es keine gibt. Dabei gibt es in jeder Entscheidungssituation unendlich viele Handlungsalternativen. Wir müssen sie uns nur erarbeiten.

6. Ich brauche die größtmögliche Unterstützung

Traurig aber wahr: Die meisten Projekte scheitern, weil es nicht genügend Unterstützung für sie gibt. Wer eine Entscheidung trifft, schafft damit Tatsachen. Gleichzeitig schafft jede Entscheidung Betroffene. Und wer betroffen ist, der hört nicht mehr zu. Weil es einfacher scheint, wollen Entscheider sich die Unterstützung sichern, wenn sie bereits Tatsachen geschaffen haben. Denn mit der getroffenen Entscheidung gibt es nur noch eine Alternative, für die sie werben müssen. Aufgrund der Betroffenheitsproblematik geht das allerdings nicht. Wir müssen uns die Unterstützung für unsere diversen Al­ter­na­tiven besorgen, bevor wir selbst eine Entscheidung getroffen haben. Denn solange alles noch offen ist, hören uns potentiell Betroffene noch zu und wir können sie für die Ziele unserer Entscheidung begeistern.

7. Ich brauche eine nachvollziehbare Entscheidung

Wer Entscheidungen trifft, muss sie heute immer wieder nach außen begründen können. Das ist insbesondere für Bauchentscheider lästig. Wir sollten uns daher eine einfache Methode suchen, mit der wir unsere Entscheidungen begründen können.

Jeder Mensch, der der seine Entscheidungen auf diese Weise organisiert, wird innerhalb kürzester Zeit als Top-Entscheider wahrgenommen werden. Denn das sind die Qualitäten eines Machers.

Ist es schwierig, seine Entscheidungen so zu organisieren? Nein! Dahinter steckt nichts als der gesunde Menschenverstand. Jeder kann das und viele einfache und erfolgreiche Menschen entscheiden genau so.

4 Kommentare
  1. sue
    sue says:

    Entscheiden ist doch schwer…auch wenns sich hier so einfach anhört! Wenn ich mich entscheiden muss, ob ich wegen eines Jobs Mann und Kinder auf unbestimmte Zeit verlasse, tue ich mich da nicht so fürchterlich leicht.

  2. Kai-Jürgen Lietz
    Kai-Jürgen Lietz says:

    Offensichtlich leidet Ihre Entscheidung an Prinzip 5: Attraktive Alternativen.

    Sie haben nur diese eine Alternative, die Sie zwingt, räumlich getrennt von Mann und Kindern zu leben und zu arbeiten.

    Hätten Sie die freie Wahl, dann würden Sie sich vermutlich andere Bedingungen wünschen.

    Offensichtlich sind Ihre Gestaltungsspielräume relativ klein in dieser Situation.

    Die Kernfrage ist hier daher nicht, ob Sie den Job annehmen oder nicht, sondern: wie können Sie sich selbst erst einmal einen größeren Spielraum verschaffen und mehr Alternativen zu Auswahl haben?

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