Ihre persönliche Überholspur

iStock_000009821826XSmall Wer kein klares Bild von seiner langfristen Zukunft hat, schwimmt in der Masse der anderen Menschen mit. Er leidet dann vor sich hin, weil ihm das Leben verweigert, was er seiner Ansicht nach verdient hätte.

Dabei ist es ganz einfach. Wenn wir das Bild unserer Zukunft nicht selbst prägen, macht das unsere Umgebung. Wir laufen in denselben Pfaden, wie alle anderen und wir bekommen dasselbe wie alle anderen. Ich nenne das den unwiderstehlichen Sog des Mittelmaßes.

Mehr ist nicht genug

Denn tatsächlich hat eine große Mehrheit unserer Mitmenschen keinen blassen Schimmer davon, wo sie in zehn Jahren stehen wollen. Fragen wir einen beliebigen Zeitgenossen, erhalten wir Antworten wie: “Mehr Geld, besser Job, größere Wohnung, Kinder, mehr Zeit für mich selbst …” Doch das alles ist nicht konkret. Wir arbeiten nur mit dem Status quo und schreiben ihn fort.

Zukunftsbild-Verweigerer

Einige wehren sich sogar gegen eine klare Vorstellung von ihrer Zukunft. Sie möchten gerne “offen” bleiben für die Chancen des Lebens. Merkwürdig ist dann nur, das sie sich meistens schwer tun, solche Chancen zu ergreifen, weil sie nicht wissen, ob es schon die “richtige” Chance ist.

Andere denken, dass sie mit ihrer Vorstellung vom “mehr als heute” ein ausreichendes Bild geschaffen hätten, um damit voran zu kommen.

Dann gibt es noch die spirituelle Fraktion. Sie möchten sich gerne zu dem Platz im Leben führen lassen, den das Schicksal für sie vorgesehen hat.

Die Ausnahme

Und es gibt die Wenigen, die Überflieger, Menschen mit scheinbar besonderen Fähigkeiten, die eine besondere Leidenschaft ausstrahlen. Menschen also, die sehr genau wissen, wo sie in einigen Jahren stehen werden. Sie nutzen die richtigen Chancen, weil sie wissen, was gut für sie ist. Sie haben definitiv mehr vom Leben, aber nicht nur, weil sie voran kommen, sondern auch weil sie wissen, auf dem richtigen Weg zu sein.

Letztere also sind es, die sich ein Bild von der Zukunft geschaffen haben und es Stück für Stück umsetzen.

Neid und Bewunderung

Alle anderen beneiden oder bewundern diese besonderen Menschen. Was einige in den Wahnsinn treibt: Die Erfolgsmenschen haben offenbar gar keine besonderen Fähigkeiten. Sie sind nicht intelligenter oder talentierter. Auf den Augenblick bezogen machen sie oft nichts anderes als alle anderen. Trotzdem ziehen sie mit Leichtigkeit an allen anderen vorbei.

Warum nicht ich?

Denn der Beobachter unterschätzt systematisch die Kraft eines klaren Zielbildes. Er unterschätzt die Wirkung der Leidenschaft und Fokussierung. Am Ende bleibt er ratlos. Warum konnte ich das nicht erreichen? Habe ich nicht viel mehr Fähigkeiten und Talente? Bin ich nicht viel intelligenter? Da stimmt doch etwas nicht!

Doch da stimmt alles. Wir alle können uns Ziele setzen, die uns einen solchen Weg ermöglichen. Nur leider scheuen wir oft davor zurück. Und wenn wir es dann doch in einem Anflug von Unvorsichtigkeit tun, wählen wir Ziele, die viele andere für richtig für uns halten, aber in uns keine Leidenschaft wecken.

Woran liegt das?

Wurm im Loch

Wir haben Angst. Wir sind ein kleiner Wurm in unseren Loch und wir haben Angst uns vorzustellen, wie es woanders aussieht. Denn wir kennen nur unser Loch. Wenn wir doch von Dingen außerhalb unsers Lochs hören, dann sind diese Dinge so unfassbar weit von uns entfernt, dass wir uns einfach nicht vorstellen können, wie es ist sich in dieser äußeren Welt zu bewegen.

Ein Fehler dabei ist häufig, dass wir uns selbst in unserer Vorstellung nicht verändern. Wir bleiben also dieser kleine Wurm in seinem Loch und gleichzeitig versuchen wir uns vorzustellen, wie wir unser Unternehmen mit 500 Mitarbeitern als Geschäftsführer von Erfolg zu Erfolg führen.

Das passt nicht zusammen.

Angst vor dem Scheitern

Eine andere Angst liegt darin, dass wir uns beobachtet fühlen. Wir scheitern ungern. Allerdings können wir nur scheitern, wenn wir uns etwas vornehmen. Stolpern wir dagegen erfolgreich durch eine gute Gelegenheit, dann können wir nachträglich sagen, dass es schon immer das war, was wir wollten.

Scheitern ist nicht schön. Aber wir sind nicht wie ein Auto, das Fabrikneu auf unserem Hof steht. Fahren wir es, dann nutzt es sich ab und wir mit der Zeit immer schlechter. Nein! Wir Menschen müssen uns erproben, müssen Dinge praktisch und greifbar erleben. Wir müssen lernen und es gibt keinen besseren und schnelleren Weg, etwas Wichtiges zu lernen als wenn wir scheitern.

Scheitern macht erfolgreich

Studien belegen, erfolgreiche Menschen scheitern häufiger als Ließchen Müller. So fehlt es Elisabeth an der notwendigen Erfahrung, um wirklich erfolgreich zu sein.

Wie überwinden wir unsere Ängste und schaffen uns ein Bild unserer Zukunft, auf das wir mit Hingabe zu arbeiten?

Das lesen Sie am in meinem nächsten Blogbeitrag

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